Markbass Little Mark 250 Black Line (2024)

Weil günstig auch gut sein kann

Der Markbass Little Mark 250 Black Line ersetzte im Jahr 2013 den Little Mark 250. Außer dem Namen hat sich aber nichts geändert, denn es handelt sich dabei zu hundert Prozent um den gleichen Bassverstärker. Lediglich die bis dahin verwendete charakteristische gelbschwarze Frontblende wurde durch ein schlichtes schwarzes Design ersetzt, wodurch sich die neue Black-Line-Serie zumindest optisch vom Vorgänger unterscheidet. Das primäre Ziel dieses Unterfangens war es, das Produkt nach der Verlagerung des Herstellungsprozesses nach Fernost noch preisgünstiger zu machen, denn von Anfang an bestand das Konzept hinter dem Little Mark 250 Black Line darin, einen sehr günstigen, aber qualitativ hochwertigen Einsteiger- und Übungsamp zu kreieren. Sämtliche Features entsprechen dabei denen des berühmten "Klassikers" Little Mark III, mit dem Unterschied, dass der Little Mark 250 Black Line nur über 250 Watt Leistung verfügt und nicht wie sein großer Bruder über 500 Watt.

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Alles, was man braucht, und mehr, als man glaubt

Dieser günstige Class-D-Miniamp bietet das, was Bassisten von einem Amp auf der Bühne primär erwarten: Klang und Leistung. Die Power reicht auf jeden Fall für den Übungsraum und kleine Clubbühnen aus. Von Natur aus mit durchsetzungsfähigem Mittencharakter ausgestattet, ist der Sound mit dem 4-Band EQ ruckzuck angepasst. Zur schnellen Gestaltung einer Grundcharakteristik stehen zwei regelbare Voicefilter zur Verfügung. Während der VLE (Vintage Loudspeaker Emulator) dem Little Mark 250 Black Line den Charakter von Bassverstärkern der 60er- und 70er-Jahre verleiht, sorgt das VPF (Variable Pre-shape Filter) für eine intelligente, variable Mittenabsenkung. Das ermöglicht knackige Slap- und Picksounds mit einer drahtig-modernen Färbung. Oftmals genügen die Voicefilter für die Erstellung des Sounds bereits, sodass der EQ gar nicht benutzt werden muss.

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Von Beginn an ein treuer Geselle

Der Little Mark 250 Black Line ist ein Amp, der durch und durch für die Praxis geschaffen wurde: ein robuster Wolf für die harte Bühnenwelt, der auch eine raue Handhabe verkraftet. Dabei braucht er im Gegensatz zu vielen Bassverstärkern im gleichen Leistungsbereich nicht einmal ein Rack oder ein Flightcase für den Transport, denn er passt durchaus in ein Gigbag oder einen Rucksack. Durch sein klares No-Nonsense-Konzept ermöglicht er es Bassisten, ihren Sound in rasender Geschwindigkeit zu finden. Er ist stilistisch nahezu überall einsetzbar, sofern man keine Overdrivesounds von ihm erwartet. Besondere Erwähnung verdient neben dem für E-Bässe typischen Klinkeneingang der symmetrische XLR-Eingang mit 10 kOhm Eingangsimpedanz. Das dürfte vor allem für Kontrabassisten, die mit Clipmikrofonen oder Piezotonabnehmern arbeiten, interessant sein.

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Über Markbass

Markbass wurde 2001 von Marco de Virgiliis gegründet und hat sich innnerhalb kürzester Zeit mit seinen extrem leichten und kompakten Bassverstärkern und -boxen in der Szene etabliert - die italienische Firma hat durchaus eine Pionierrolle im Bereich von Leichtbau-Equipment gespielt. Der kometenhafte Aufstieg von Markbass begann mit der Little-Mark-Amp-Serie, die heute immer noch eine zentrale Rolle im Programm von Markbass spielt. Mittlerweile ist die Produktpalette allerdings noch umfangreicher und reicht von einfachen Amp- und Kombolösungen über zahlreiche Lautsprechersysteme sowie Effektpedals bis hin zu den klanglich extrem flexiblen Modeling-Bassverstärkern Multiamp und Evo.

Aller Anfang muss nicht schwer sein

Diesen Satz darf man sogar wörtlich nehmen, denn der Little Mark 250 Black Line wiegt gerade einmal knappe 3,5 kg. Neben dem geringen Gewicht ermöglicht aber vor allem der günstige Preis Einsteigern den Eintritt ins professionelle Lager, denn alle Features an diesem Amp gleichen exakt denen, die in den "größeren" Markbass-Modellen zu finden sind. Die 250 Watt an Leistung reichen dabei zu Genüge aus, um sich selbst und seine Umwelt beim Üben mit vollem Enthusiasmus zu beschallen. Angesichts dieser Tatsachen verwundert es auch nicht, dass selbst gestandene Profis zum Little Mark 250 Black Line greifen, wenn auch einmal das "kleine Besteck" ausreicht – wer schleppt schon gerne mehr mit sich herum, als unbedingt sein muss? Und wer in Erwägung zieht, später einmal ein Upgrade auf ein stärkeres Markbass Modell durchzuführen, wird sich dann in puncto Sound und Bedienung immer noch auf vertrautem Territorium bewegen.

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Im Detail erklärt: VLE

Die Abkürzung VLE steht für "Vintage Loudspeaker Emulator". Das ist die Bezeichnung für ein Markbass-eigenes Voicefilter, das in vielen Verstärkern dieses Herstellers standardmäßig verbaut ist. Dieses variable, per Poti steuerbare Filter kann das Signal in eine klangliche Richtung verändern, die sich anhört wie ein Lautsprechersystem, bei dem keine Hochtöner zugeschaltet sind. Dabei übernimmt dieser Regler also eine ähnliche Funktion wie eine passive Tonblende. Diese reicht allerdings weit unter den Frequenzbereich eines Hochtöners und wirkt sich daher auch auf konventionelle 10"-, 12"- und 15"-Lautsprecher aus. Eigentlich verbirgt sich dahinter ein High-Cut-Filter, dessen Cutbereich sich zwischen 20.000 und 250 Hz verschieben lässt. Schon alleine mithilfe dieses Filters lassen sich sehr schnell vintageartige Sounds realisieren, die ideal für Rock, Blues, Soul und verwandte Musikstile geeignet sind.

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Author: Golda Nolan II

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